HALLERTAUER GUT(e)SCHEIN(e)-Serie 2016

Skulptur! Joseph Beuys: "Alles ist Skulptur!" 

Sieben in Stadt und Land bekannte Künstlerinnen und Künstler gestalten die HALLERTAUER REGIOnalGeld-Serie 2016 mit ihren Skulpturen. 

 

Kurzbiografien: Stand Dezember 2015

           

Ulrich Holzner: Geboren 1948 in Wiesentheid: "Geprägt sind meine Graphiken und Plastiken vom Tänzerischen. Sie bearbeiten oft das gleiche Thema. Der Tanz ist ein zentrales Thema in meinen Arbeiten. Im Entwurfsstadium beginne ich oft mit spontanen  Skizzen, die während einer Tanzveranstaltung entstehen. Mit Pastell und Tusche wird das Thema nachgearbeitet. Ich arbeite dann weiterführend mit Holzdrucken und entwickle hieraus die dreidimensionale Plastik. Nach diesem Prinzip habe ich auch die großen Tanzfiguren entstehen lassen: Ich habe Skizzen von Tanzveranstaltungen (Ballett) nachgearbeitet und konnte dann die großen Plastiken schaffen. Weitere Themen sind  „Masken“, „Urnen“ „Auseinandersetzung“ und „Beziehung“. Der Weg, den ich mit den vier großen Themen „Tanz“, „Masken“ , „Urnen“, „Auseinandersetzung“ und „Beziehung“ eingeschlagen habe , bildet letztendlich ein heterogenes Ganzes. Die Themen greifen ineinander über, sie lassen sich nicht scharf voneinander trennen und inspirieren sich gegenseitig. Ich nehme in meinen Plastiken, den „Großen Tanzenden“ (inspiriert durch den Hexentanz von Mary Wigman) wahr, dass sich das „tänzerische Thema“ mit dem Thema „Masken“ in spannender Weise miteinander verbindet."

 

              

Hermann Hechenberger: Geboren 1958 in Pfaffenhofen an der Ilm: „Berührt durch aktuelle sozial- und umweltpolitische Themen sollen meine Objekte - Bilder und Dingkompositionen - aufrütteln und sensibilisieren. Seit 1987 kommt es zu zahlreichen Beteiligungen an öffentlichen Ausstellungen zu Themen wie AIDS, Drogenmissbrauch, Krieg, Machtmissbrauch, Umweltverschmutzung, Ausbeutung von Mensch und Natur. Seit ca. 1994 arbeite ich bevorzugt mit dem Werkstoff Metall. Ich lasse aus verschiedensten Gebrauchsgegenständen - Metallwerkzeuge, alte Metallwärmflaschen, Musikinstrumente u.a. - Skulpturen entstehen mit eigener Charakteristik und Lebendigkeit.“  www.kunst-hechenberger.de 

 

             

Katalin Berezki-Kossack: Geboren in Békéscsaba, Ungarn: „Die Lust am kreativen Tun zu fördern und vor allem Kinder und Jugendliche zum künstlerischen Experimentieren zu ermutigen, ist mir ein wichtiges Anliegen. Wie bei ungestörtem kindlichen Spiel passiert bei jeder freien, gestalterischen Tätigkeit etwas ganz Elementares, etwas Besonderes. Das absichtsfreie Spiel mit Farben, Formen und verschiedenen Materialien, das neugierige Ausprobieren und sich “in den Prozess einlassen”. Zweckfreies und Unbenutzbares zu schaffen, ist zugleich aber auch Wesen allen künstlerischen Tuns und kreativer Zukunftsgestaltung. Ziel ist es, alle unsere Sinne zu erfahren und zu gebrauchen und somit die uns umgehende Welt in ihrer Ganzheit intensiver wahrzunehmen und selbstbewusst gestalten zu lernen. Grundsätzlich geht das dabei weniger um Begabtenförderung als um Förderung der ganz individuellen Begabung eines jeden Menschen. Denn Kreativität ist eine der wesentlichen Fähigkeiten des Menschen und damit auch ein grundlegendes Bedürfnis, dessen Vernachlässigung – in jeder Altersstufe – zu psychischen Problemen, Krankheit, Sucht und Gewalt führen kann. Meine Unterrichtsstunden, Kurse erfüllen daher nicht nur kunst- und kulturpädagogische Aufgaben, sondern haben vor allem auch eine präventive und helfende Funktion für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, um die oft verschütteten kreativen Fähigkeiten wiederbeleben und entwickeln zu können.“  www.katalins-keramikwelt.com

 

                

Andrea Koch: Geboren 1962 in EssenStudium der Kunst, Deutsch und Mathematik an der Universität-Gesamthochschule Essen. Schulleitung an der Grundschule Oberhausen. Künstlerbeirat und Gestaltungstätigkeit in der Kunstschule Pennello – Kunst & Bewegung, Gerolsbach. Kunstwerke in Privatbesitz. Ausstellungen in öffentlichen und privaten Institutionen. Ihre Skulpturen arbeitet sie ausschließlich mit der Kettensäge. Ausgehend vom Stamm, denkt sie sich in diesen hinein und fertigt Zeichnungen an. Anschließend lässt sie die Säge langsam die Seele des Holzes frei werden. Nicht immer entsteht dabei eine Figur. Da das Holz oft in Ecken des Waldes liegt und unentdeckt ist, schafft sie es dieses in neues Licht zu rücken und den Stamm zu neuem Leben zu erwecken. Ihre Idee ist das Fragile mit dem groben Werkzeug herauszuarbeiten. Oft ist das Holz so dünn wie Papier gesägt und wird dadurch durchscheinend. Die Oberflächenveredlung ist unterschiedlich. Durch Verbrennung des Holzes kommt die Struktur und der Sägeschnitt wie in einer Zeichnung zu Tage. Manche Hölzer lässt sie rosten, obwohl Holz doch eigentlich gar nicht rostet. Oft kommt aber auch die Farbe, die sie in ihren Bilder begeistert zum Einsatzbringt, aber niemals um etwas zuzudecken, sondern immer um Momente zu unterstreichen.  www.andrea-koch.com

  

                

Hans Dollinger: Geboren 1950 in Wolnzach: 1972-1975 Assistent für Keramik bei Prof. Franz Rindfleisch, Universität Eichstätt. 1974-1975 Universität München, Studium des Lehramts für Kunsterziehung an Realschulen. 1976-1978 Fachschule für Keramik, Landshut, Gesellenprüfung. 1979 Meisterprüfung. 1980 Gründung einer Keramikwerkstatt in Rohrbach und mehrere Jahre Ausbildung von Lehrlingen und Gesellen/innen in den Bereichen Gefäß- und Baukeramik. 1982 Mitglied im BBK Oberbayern Nord & Ingolstadt e.V. Seit 1988 keramische Objekte, keramische Malerei und Großplastiken. Beginn der „Spuren und Strukturen“. Seit 1991 Raku-Keramik. 1994-1996, 2010 Fortbildungsveranstaltungen im vorschulischen Bereich (Caritas, Passau). 1997 Bayerisches Fernsehen: „Unser Land“ „Spurensuche & Atelierbesuch“. 1998 1. Preis Jahreslosung Evangelisch-Lutherisches Dekanat, Ingolstadt. Seither Themen- und Arbeitszyklus „Passion“ und Auseinandersetzung mit figürlichen Arbeiten, Grafiken, Anfertigung von Grabmälern. Einzelausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen  im In- und Ausland. Kunst am Bau – Arbeiten, Öffentliche Aufträge.  www.hans-dollinger.de

 

            

Margrit Grüner: 1962 in Lauingen/Donau geboren: Veranstalterin des renommierten Künstlermarktes und Kulturfestivals „Kunst im Gut” in Scheyern. Zunächst als Malerin und dann bildhauerisch im Bereich Mosaik tätig. Die freischaffende Künstlerin hat einen einzigartigen Zyklus „Le Donne” von rund fünfzig Mosaikplastiken geschaffen, die sie 2012 in zwei großen Ausstellungen präsentierte: Eine Sonderschau mit 25 Mosaikplastiken beim 25. Kunst im Gut. Und eine Einzelausstellung mit 33 Exponaten in der Schlosskapelle Höchstädt/Donau. Ausgangspunkt ihrer farbenfrohen Mosaikplastiken sind ausschließlich weibliche Torsi, Büsten oder Köpfe. Die Exponate faszinieren, ähnlich wie bei einer fulminanten Modenschau, durch prachtvolle Korsagen, ausgefallene Hüte, ungewöhnliche Schmuckelemente. Mit überbordender Fantasie, großer Experimentierfreudigkeit  und einem guten Schuss Humor verhilft die Künstlerin alltäglichen Gebrauchskeramiken wie Tassen, Schüsseln, Vasen oder Tellern zu ganz neuer Bestimmung. Da wird ein Bierkrug zerschlagen und zum Bestandteil eines aufwändigen Kleides umfunktioniert. Teile einer Zitronenpresse, einer Suppenterrine oder eines goldenen Mokkaservices finden als Hut, Augenbraue oder Brosche zu einem zweiten Leben. Ihre Mosaiktechnik, Torsi, Köpfe und Büsten zunächst zu formen und dann ausschließlich mit Mosaikscherben aus Geschirr zu belegen, hat sie selbst entwickelt und perfektioniert. „Le Donne” – eine eindrucksvolle Schau prachtvoller Damen.  www.scherbenstolz.de

 

                      

Manfred Habl: Geboren 1957 in Dachau. HABL-KUNST: Seit 2007 "Der Versuch ein Stück Zeit fest zu halten" mit dem FILMKUNSTPROJEKT HABL-KUNST. Ein Filmarchiv über seine Heimat Pfaffenhofen und darüber hinaus. "Der Versuch ein Stück Zeit fest zu halten" wird kontinuierlich fortgeführt. Manfred Habl: „Ungewöhnliche Lösungen für gewöhnliche Probleme - Unusual solutions for usual problems!" Und: „Kunst war die erste Tätigkeitsform, in der der Mensch seinen Glauben manifestiert hat. Die Kunst verstehe ich als soziale Dienstleistung an der Gesellschaft, sie macht Mut und fördert das Selbstwertgefühl.“  www.habl.eu