Blumen in der Stadt

Die Situation von Bienen und anderen Bestäubern in Bayern, Deutschland, Europa und weltweit ist bedenklich, weil sehr gefährdet!

Bienen und andere Bestäubungsinsekten spielen eine entscheidende Rolle im Ökosystem. 90 Prozent der Pflanzenarten müssen durch Insekten bestäubt werden und ein Drittel der globalen Nahrungsmittelproduktion ist von Bienen und anderen Insekten abhängig. Wenn es keine Bienen mehr gäbe, hätte dies verheerende Folgen für unsere Nahrungsmittelproduktion.

Wer würde all diese Pflanzen ohne die Bienen bestäuben? Ein Beispiel aus China zeigt, dass Bestäubung per Hand extrem arbeitsintensiv, langsam und kostspielig ist – kann sich Europa das leisten? Gerade sehr vitaminreiche Nahrungsmittel wie Äpfel, Himbeeren, Tomaten und Mandeln würden sehr selten und teuer werden. Der ökonomische Wert der Bienenbestäubung beträgt weltweit ungefähr 256 Mrd. Euro. Bienenschutz zahlt sich auch aus ökonomischer Sicht definitiv aus.

Weltweit berichten Imkerinnen und Imker seit den späten 1990er-Jahren von einem plötzlichen und unerklärlichen Rückgang der Bienenpopulationen und einer ungewöhnlich hohen Sterberate ihrer Honigbienen-Völker. Auch europäische Länder wie die Schweiz sind besonders stark betroffen.

Honigbienen produzieren nicht einfach nur Honig; als wichtigster Bestäuber stellen sie den Schlüssel für die Nahrungsmittelproduktion dar. Ein Drittel unserer Lebensmittel – Gemüse, Früchte, Nüsse, Gewürze und Pflanzenöle – ist auf Bestäubungsinsekten angewiesen. Dazu gehören neben der Biene unter anderen auch die Hummeln, Wespen, Schmetterlinge und Fliegen. Bienen bestäuben 71 von den 100 Nahrungspflanzen, die für 90 Prozent der globalen Nahrungsmittelproduktion stehen. Allein in Europa können mehr als 4’000 Gemüsesorten nur durch den entscheidenden Beitrag von Bienen angebaut werden. Aber in den letzten Jahren sterben mehr und mehr von ihnen, und ganze Völker kollabieren.

 

Quelle und weitere Infos: http://bienenschutz.org

 

Wir wollen - und setzten uns auch praktisch dafür ein - die natürlichen und naturnahen Lebensräume der Bienen und anderer Bestäuber gerade in der Stadt durch das Gestaltungsvorhaben "Blumen in der Stadt" zu verbessern und zu erweitern. In Pfaffenhofen soll es summen!

 

August 2014: Bienenkugel R2D2, Bienenbrut und Bienenweide im InterKulturGarten Pfaffenhofen an der Ilm